Geschichte

Wann die Geschichte von Mauritius beginnt, lässt sich nicht genau sagen. Man vermutet, dass die Insel bei den Arabern und Malaien bereits im 10. Jahrhundert bekannt war. Die Kolonialzeit begann mit der Entdeckung durch den portugiesischen Seefahrer Pedro Mascarenhas. Die Insel wurde von den Portugiesen jedoch lediglich als Stützpunkt und nicht als Kolonie genutzt. Die erste Kolonialmacht in der Geschichte von Mauritius waren die Niederländer. Der Admiral van Warwick nahm sie 1598 für Holland in Besitz. Während der holländischen Kolonialherrschaft kam es aufgrund von Zyklonen, Dürren und Schädlingsplagen zu Nahrungsmangel und Krankheiten. Im Jahre 1710 gaben die Holländer Mauritius dann auf und die Insel wurde von Piraten besetzt.

Im Jahre 1715 wurde Mauritius dann von den Franzosen erobert und in „Île de France“ umbenannt. Die Franzosen gründeten 1735 auch die Hauptstadt Port Louis. Bis zum Jahre 1767 war die Insel im Besitze der französischen Ostindienkompanie. Nach deren Bankrott wurde Mauritius dann französische Kronkolonie. Die französische Kolonialherrschaft endete 1810 mit dem sogenannten Mauritiusfeldzug der Briten. Diese eroberten die Insel und nannten sie wieder in Mauritius um. Im Rahmen des Feldzugs übernahmen die Briten auch die Insel Rodrigues. Ab 1814 gehörte Mauritius dann zum britischen Empire. Bereits ab 1958 bereitete Großbritannien die Insel auf ihre Unabhängigkeit vor. Zum 12. März 1968 erlangte Mauritius dann seine Unabhängigkeit und trat gleichzeitig dem Commonwealth bei. Der erste Premierminister der Insel war Sir Seewoosagur Ramgoolam. Seit 2005 regiert sein Sohn Navin Ramgoolam das Land. Mauritius gilt als eine der wenigen funktionierenden Demokratien Afrikas mit freien Wahlen und Einhaltung der Menschenrechte. Der jüngste Höhepunkt in der Geschichte Mauritius war das Inkrafttreten einer neuen Verfassung am 12. März 1992. Seitdem ist Mauritius eine Republik.