Geschichte

Die Geschichte Ägyptens begann bereits vor über 5000 Jahren. Vor den Pharaonen lebten in Ägypten mehrere Kulturen weitestgehend unabhängig voneinander. Etwa 3300 vor Christus entwickelten sich dann zwei kleine Königreiche in Ober- und Unterägypten, welche sich ab 3150 vor Christus langsam annäherten und schließlich ein gemeinsames Reich bildeten.

Die Geschichte der Pharaonen begann etwa 3100 vor Christus mit dem ersten Pharao Menes. Dieser hat die Vereinigung der beiden vorhandenen Königreiche manifestiert und das Staatsgebiet noch ausgeweitet. In den folgenden Jahrhunderten entwickelte sich eine echte Hochkultur. Berühmte Pharaonen waren unter anderem Echnaton, Cheops und Ramses II. Etwa 652 vor Christus kam dann das Ende der ägyptischen Pharaonen. Verschiedene Völker wie die Libyer, die Hethiter drängten von außen in das Land und sorgten schließlich dafür, dass Ägypten in viele kleine Teile zerfiel. Für viele Jahrhunderte stand das Land nun unter fremder Herrschaft.

Nachdem das Land zunächst von den Persern erobert wurde Ägypten von Alexander dem Großen hellenisiert. Nach Alexander dem Großen herrschten etwa 300 Jahre lang die Ptolemäer über Ägypten, ehe das Land schließlich in römische Hände fiel. Nach den Römern gehörte Ägypten bis 639 n. Chr. zu Byzanz.

Von 640 bis 1739 stand Ägypten unter islamischer Herrschaft, welche das Land nachhaltig geprägt hat. Bei der Bekämpfung der christlichen Kreuzzüge spielte Kairo eine bedeutende Rolle. Ab 1517 gehörte Ägypten zum Osmanischen Reich verarmte jedoch immer mehr. Im Jahr 1798 wurde die osmanische Herrschaft dann durch Napoleon unterbrochen. Dieser hielt sich jedoch nur kurz hier auf und zog bereits 1801 mit seiner Armee wieder ab. Die folgenden Jahre gehörten dann zu den turbulentesten in der Geschichte Ägyptens. So kam es immer wieder zu heftigen Auseinandersetzungen um die Macht im Lande. Im Jahre 1882 besetzten britische Truppen das Land. Bis zur ägyptischen Unabhängigkeit 1922 war der britische Generalkonsul das eigentliche Oberhaupt des Landes.

Nach einem Staatstreich gegen den letzten ägyptischen König Faruk wurde Ägypten zur Republik. Fortan bestimmte Oberst Gamal Abdel Nasser die Geschichte des Landes. Unter seiner Regentschaft kam es unter anderem zum Sechstagekrieg mit Israel im Jahr 1961. Im Jahre 1981 wurde dann Muhammad Husni Mubarak Präsident des Landes. Unter dem Druck heftiger Proteste mit der Forderung nach mehr Demokratie trat Mubarak 2011 von seinen Ämtern zurück.