Auswärtiges Amt
Das Auswärtige Amt rät dazu Reisen nach Ägypten auf die Feriengebiete am Roten Meer, die Touristenzentren in Oberägypten sowie auf Kairo zu beschränken. Zudem sollten in der weißen und schwarzen Wüste vorerst nur geführte Touren durchgeführt werden. Aufgrund der nach wie vor unsicheren und unübersichtlichen Lage wird vor Reisen in die anderen Landesteile vorerst abgeraten. Besondere Reisebestimmungen gelten zudem bei Reisen in das ägyptisch-israelische Grenzgebiet sowie in den Bereich des Nord-Sinai.
Dringend gewarnt wird zudem vor Reisen in den Gazastreifen. Seit dem 29.05.2011 ist der Grenzübergang Rafah zwischen Ägypten und dem Gazastreifen wieder geöffnet. Allerdings darf dieser Übergang ausschließlich von Palästinensern mit gültigen Papieren genutzt werden.
Aufgrund der anhaltenden zum Teil gewalttätigen Demonstrationen insbesondere in Kairo rät das Auswärtiges Amt dazu, größere Menschenansammlungen zu meiden. Zudem sollten die örtlichen Berichterstattungen in den Medien aufmerksam verfolgt werden. Besondere Vorsicht gilt in der Gegend rund um den Tahir-Platz sowie dem Fernsehgebäude.
In der Zeit vom 28. November 2011 bis Ende März finden in Ägypten die Wahlen zum Parlament und zum Shura-Rat statt. Die Wahl wird in mehreren Etappen durchgeführt. In diesem Zeitraum gilt besondere Vorsicht im Umfeld von Wahllokalen. Es ist nicht auszuschließen, dass es in diesem Zeitraum zu Demonstrationen und gewalttätigen Auseinandersetzungen kommt.
Neben den genannten Reisewarnungen gelten auch weiterhin die allgemeinen Reisebestimmungen für einen Aufenthalt in Ägypten. Danach sollten Überlandreisen ausschließlich in durch die Polizei und das Militär gesicherten Konvois durchgeführt werden. Ein besonderes Gefahrenpotenzial besteht im Südwesten des Landes in der Grenzregion zu Libyen und dem Sudan. In dieser Region wurden bereist mehrmals ausländische Touristen, darunter auch fünf deutsche Staatsborger entführt und in den Sudan, nach Libyen sowie in den Tschad verschleppt. Das Auswärtiges Amt rät in seinen Reisebestimmungen deshalb dringend von Reisen in diese Region ab.
